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Hier können Artikel / Bemerkungen / Kritiken zum Themenbereich der Fotografie bzw. des Fotoclubs veröffentlicht werden.

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                    Jo Fahl zur von ihm entwickelten PHOTOSOPHIE:



Zum Wesen der Photosophie, ihre Abgrenzung zur herkömmlichen Fotografie

In der Photosophie findet die Begegnung mit den Modellen  v o r   u n s e r e n  F ü ß e n  (und abseits der Zeit wie des Denkens) statt  à ein kleiner Wasserlauf / Pflanzen, Bäume / Tiere, Insekten. 

Ein Ozean, das Alpenpanorama überwältigen unsere Sinne. Es ist weder möglich, das Meer, eine Landschaft, einen großen Strom im Gesamt zu erfassen. Allenfalls sind Näherungen möglich, der Hauch von Verstehen.

Das photosophische Bild gibt Bericht über die erfolgte Begegnung, die in vielen Facetten aufgenommen wird (technisch: Tonaufnahme, Videosequenz .. //  sinnenhaft: Dichtung / Musik-Komposition ...

Die photosophische Fotografie muss nicht explizit Stille, Leere dokumentieren. Die wortlose Sprache zwischen dem Modell und Fotografen wird aber in der Aufnahme nisten und überdauernd wirksam sein. „Stille Bilder“ entstehen im übrigen  überzeugend nur dann, wenn auch der Fotograf in sich still ist.

Zum ‚Problem’ der Zeit: Die Verschmelzung zwischen Modell und Photosophen findet nur dann statt, wenn das Geschehen außerhalb der Zeit liegt.

Wir alle haben uns schon – abseits der Photosophie – außerhalb der Zeit befunden: Beim totalen Verliebt sein bei gleichzeitigem geliebt werden. Niemand empfindet dabei ein Zeitmass, dieses wird als lästig empfunden. Frau / Man möchte sich „ewig“ in den Armen liegen, unendlich Einssein.

Dies Einssein ist auch in der Photosophie nur mittels Verliebtsein möglich.

Unter „Liebe“ ist nicht das kindisch-romantische Gefühl gemeint, sondern die uneingeschränkt verschenkte Liebe à ohne dem Schielen nach Wiedergeliebt werden!  Alle Religionsstifter haben diese Art von Liebe gelebt.


                      Zur Unterscheidung Fotografie  -  Photosophie

Der herkömmliche Fotograf 

-  bildet nach Denkprozessen Oberfläche rein handwerklich ab;

-  er mag Meister seiner Kamera sein, aber nicht Meister seines Selbst;

-  er ergreift seine Modelle, formt diese nach seinen Wünschen;

-  er stellt willkürlich zusammen. Ihm reicht die zweidimensionale fotografische Darstellung.

-  Seine Kreativität erschöpft sich in der Ausbildung von sogenannten „Maschen“ oder vorgedachten Bild-Sequenzen, z.B. eine Serie mit dicken nackten Frauen / Bildmontagen aller Art / Rothaarigen …


Der Photosoph

-  formt seine Fotografien aus sich heraus - ohne packendes Zutun oder Einschaltung von Denken;

-  bringt sich mit seinem Wesen umfassend in den künstlerischen Schöpfungsprozess   ein;

-  giert nicht nach „tollen Fotos“;

-  ergreift nicht die Modelle à diese begegnen ihm;

·  stellt nicht willkürlich zusammen, sondern belässt die natürlichen Gegebenheiten (das vorsichtige Säubern des Aufnahmeortes kann nicht als störender Eingriff gelten);

-  umkränzt seine Fotografien mit weiteren Medien (Dichtung, Töne ..) und überwindet somit die Zweidimensionalität der Fotografie.


Gibt es Techniken oder Wege, diesen absicht- und zeitlosen Zustand zu erreichen?

Der Königsweg heisst, wen wird dies überraschen?  Jahrelanges Üben. Das erfordert: Beim Fotografieren - aber auch ohne Fotoapparat in der Hand - in sich hineinhorchen, sich gleichzeitig mit wachen Sinnen der Naturbetrachtung  hingeben, abseits der Denkprozesse.

Irgendwann blitzen Momente auf, wo der Fotograf einhält, in ihm in Momenten Ahnungen aufkeimen und sich Worte sammeln wie: "Das könnte der Weg sein ... !" 

 Desto länger dieser Weg beschritten wird, umso empfindsamer werden Fotograf und seine Kamera. Es bildet sich allmählich pure Kreativität à das "dritte Auge" heraus.

Diese tiefe Erfahrung lässt sich nicht direkt vermitteln, Texte und Worte können nur äußeres Gerüst sein; jeder muss den Apfel der Erkenntnis selbst abknabbern, bis er zu - seinem - Kern vordringt.

© 11 - 2007 by Jo Fahl, Freiburg

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Wer Interesse / Bemerkungen / Fragen / Ideen zu dem Themenkreis Photosophie hat, ist eingeladen, sich bei mir zu melden: info@foto-fahl.com  // Tel. 0761 / 476 4767



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